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Was für ein Jahr!

31/12/2018
Was für ein Jahr!

2018 hat sich viel für mich verändert. Ich hab’ mich verändert, weiterentwickelt und meinen bisher größten Schritt gewagt. Diese 5 Dinge habe ich dabei gelernt.

1. Wenn ich will, kann ich wirklich alles schaffen

Als ich ganz klein war, noch im Kindergarten, hab’ ich zu meiner Mama gesagt: “Wenn ich will, kann ich alles schaffen. Wenn ich will, kann ich sogar übers Wasser gehen!” Dieser Satz hat mich bisher immer begleitet. Dass das wirklich stimmt, ist mir noch nie so bewusst geworden wie dieses Jahr. Egal, ob das jetzt mein Neustart in Hamburg war oder die 230 kg Umzugskartons, die ich allein zwei Stockwerke hochgeschleppt hab’. Was für ein großartiges Gefühl, all das allein zu schaffen.

2. Es ist okay, Heimweh zu haben

Hamburg ist nach wie vor meine liebste Stadt. Hier fühl’ ich mich am wohlsten und bin die beste Version meiner selbst. Trotzdem ist es etwas Anderes, sein ganzes Leben 1.200 km gen Norden zu verlagern. Auf einmal habe ich eine noch nie da gewesene Verbindung zu meiner Heimat Österreich gespürt. Hab’ meine Familie und Freunde, mein ganzes soziales Umfeld sehr vermisst. Bei mir muss immer alles gleich perfekt sein und funktionieren. Nun hab’ ich zwei Monate gebraucht, um so richtig anzukommen. Hört sich jetzt nicht lange an, entsprach aber einfach nicht meiner Erwartungshaltung, die bei mir gerne etwas zu hoch ist. Natürlich hab’ ich manchmal geweint, wenn ich mit meiner Mama telefoniert habe. Irgendwann hat die dann gesagt: “Hannah, du musst für niemanden stark sein. Du darfst Heimweh haben.” Wie Recht sie doch hat. Ich hatte zu Weihnachten so eine schöne Zeit in meiner Heimat, freu’ mich aber genauso, wieder nach Hause in mein Hamburg zu kommen.

3. Ich umgebe mich nur noch mit Menschen, die mir guttun und denen ich guttue

Das hört sich erstmal vielleicht egoistisch an, ist aber das Beste, was man tun kann. So ein Umzug in ein anderes Land wird zur Prüfung für Freundschaften und Beziehungen. Ich weiß jetzt, wer meine wahren Freunde sind. Natürlich tut es zuerst weh, wenn genau die Menschen, die man jahrelang zu seinen besten Freunden gezählt hatte, einfach so den Kontakt abbrechen. Vor allem, wenn man zu der Zeit nicht mal im gleichen Land ist und noch weniger versteht warum. Ich hab’ mittlerweile akzeptiert, dass Menschen sich einfach auseinanderleben können. Und bin so dankbar für die Freunde, die meine ewigen Sprachnachrichten anhören. Denen ich mich verbunden fühle, egal wo auf der Welt wir gerade sind. 

4. Ich entscheide, wem ich folge

Ich bin jetzt niemand, der auf vielen Sozialen Netzwerken aktiv ist. Instagram hab’ ich am liebsten und nutze ich auch am meisten. Ich liebe es, durch Storys ein bisschen am Leben meiner Freunde teilhaben zu können. Meine Mama liebt genau aus diesem Grund meine Storys. Aber auch auf Instagram gilt für mich: all the positive vibes. Ich muss niemandem folgen, der mir ein schlechtes Gefühl gibt oder von dem ich weiß, dass er mich nicht so akzeptiert wie ich bin. Deshalb bin ich genau diesen Personen entfolgt. Denn ich hab’ es nicht nur offline, sondern auch online in der Hand, wem ich folge und wem nicht. Ein verdammt gutes Gefühl.

5. Ich stehe voll und ganz hinter mir

Das ist nämlich am allerwichtigsten und wurde mir dieses Jahr besonders bewusst. Im April hatte ich mich an der Deutschen Journalistenschule in München beworben und wurde zu den Tests und Gesprächen eingeladen. Vor einer Kommission an großartigen Journalistinnen und Journalisten hab’ ich mich so selbstsicher wie nie zuvor präsentiert. Hab’ mich nicht ein Mal verunsichern lassen und mit Stolz gesagt, dass ich unbedingt dem Beauty-Journalismus treu bleiben will. Auch wenn ich’s nicht an die DJS geschafft habe, will ich diese paar Tage nicht missen. Ganz im Gegenteil: Sie haben mir deutlich gemacht, wie sehr ich mich weiterentwickelt habe. Außerdem bin ich überzeugt davon, dass alles im Leben seinen Sinn hat. Sonst würde ich nun auch nicht hier in Hamburg leben. Besonders toller Bonus: Bei der DJS-Aufnahme hab’ eine mittlerweile enge Freundin gewonnen. Eine von denen, die sich immer über meine super langen Sprachnachrichten freut.

Was für ein Jahr!

Ich freu’ mich auf alles, was kommt

2018 war mein bisher aufregendstes und intensivstes Jahr. Ich hab’ so viele inspirierende Menschen kennengelernt. Ganz tolle Freunde gewonnen, die mir super viel bedeuten. Bin nach Hamburg gezogen, darf jeden Tag genau das machen, worin ich gut bin und was mir am meisten Spaß macht. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich dafür bin, wie sich alles in meinem Leben gefügt hat. Und obwohl ich kein Fan von Silvester-Hysterie bin, blick’ ich überglücklich, zufrieden und stolz auf 2018 zurück. Und hoff’, dass es 2019 genauso toll weitergeht. ⚓

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