Erleben

3 Tage NYC? Challenge accepted!

14/12/2018
New York

Mein Trip nach New York begann mit einer Odyssee über Oslo und Madrid. Deshalb hatte ich drei statt vier Tage. “Das reicht niemals!” war mein erster Gedanke. Alles Quatsch – wir haben so viel gesehen und erlebt, waren dazwischen richtig gut essen und haben uns in einer fancy Rooftop Bar vom ausgiebigem Christmas Shopping erholt. Hier gibt’s meinen ultimativen Guide für drei unvergessliche Tage NYC.

Was bei so Kurztrips immer gut ist: Vorbereitung. Ich hatte eine Packliste (ich bin nur mit 10 kg Handgepäck geflogen – da ist genaue Planung angesagt, wenn man schön shoppen gehen will) und eine To-Do-Liste mit Sehenswürdigkeiten und Stadtteilen, aber nichts Zwingendes. Meine Reisen setzen sich immer aus drei ziemlich gleichwertigen Teilen zusammen: Sightseeing und Stadt erleben, Essen und Shoppen. Ich bin jetzt keine, die jedes Museum und jede touristische Attraktion abklappert. Gewisse Sehenswürdigkeiten sind ein Muss bei Städtetrips, aber mir ist immer wichtiger, viel herumzulaufen und die Stadt auf sich wirken zu lassen.

New York
Times Square

Tag 1: Sonntags-Shopping und good Food

Erster Advent in NYC! Nach dem Aufwachen wurde bei meiner Freundin Hannah also erstmal die erste Kerze am Adventskranz angezündet und eine Christmas-Playlist angemacht. Ganz entspannt sind wir dann in den Tag gestartet. Zuerst ging’s zum Chelsea Market – eine große Markthalle, in der man lauter leckere Sachen kaufen kann. Dazwischen gibt’s auch tolle Hipster-Läden mit allem von Fashion über Kosmetik bis Interior. Für uns gab’s erstmal ein herrlich amerikanisches Frühstück: Ich hatte French Toast mit Ahornsirup, Butter und Erdbeeren. And because it’s all about balance: Ingwer-Kombucha. Auf Reisen vermiss’ ich nämlich immer meinen frischen Ingwertee mit Zitrone, den ich sonst jeden Morgen trinke.

Danach spazierten wir die High Line entlang – eine alte Güterzugtrasse, die jetzt eine Parkanlage ist. Von da hat man einen super Ausblick, selbst bei unserem Wetter. Das war Grau in Grau mit beständigem Nieselregen – störte aber kein bisschen. Hatte was Geheimnisvolles, fast wie in einem guten Drama, das in NYC spielt. In der Stadt hat man sowieso die ganze Zeit das Gefühl, man spaziert durch einen Film.

New York
High Line in Drama-Stimmung

Und nun zum wichtigsten: Shopping, Teil eins. Ist ja ein bisschen gestört, an einem Adventssonntag shoppen zu gehen, aber in NYC kann man das schon mal machen. Dafür ging’s zum riesigen Victoria’s Secret Flagship Store an der 5th Avenue. Angela und ich verbrachten dort mehrere Stunden. So ganz genau wissen wir das nicht mehr – es waren auf jeden Fall mehr als vier. Ich weiß selbst nicht, wie das passieren konnte! Aber wir hatten definitiv unseren Spaß. Danach machten wir noch einen Abstecher zu Macy’s und fuhren zurück zu Hannah ins East Village.

Shopping ist ja wie Sport – vor allem wenn man den ganzen Store nach BHs durchforstet und gefühlt hundert davon anprobiert. Da freuten wir uns umso mehr aufs Dinner. Ich hatte eine Riesenschüssel Ramen bei wagama – super lecker! Nach einem obligatorischen Einkauf in einem amerikanischen Supermarkt ging’s wieder nach Hause. Da zogen wir uns dann die Victoria’s Secret Show rein, die im Fernsehen übertragen wurde – manchmal muss man Klischees einfach leben.

Tag 2: Sightseeing und fancy Rooftop-Rosé

Am zweiten Tag waren wir richtig viel unterwegs. Zum Frühstück wollten wir es deshalb nicht weit haben und landeten bei Tompkins Square Bagels. Ich hatte einen Sesam-Bagel mit Meerrettich-Frischkäse, geräuchertem Lachs und Babyspinat – so lecker, dass ich heute noch davon träume. Dort kann man auch zuschauen, wie die die Bagels backen. Ich find’ sowas ja total spannend.

New York
Bagel Heaven
New York

Danach holten wir uns Tickets für den Top of the Rock, damit wir zu unserer Wunschzeit ohne langes Warten hochkönnen. Dann ging’s für uns mit der Roosevelt Island Tramway über den East River. Das ist eine Luftseilbahn und macht total Spaß, weil man auch eine super Aussicht hat.

New York

Von da nahmen wir die Fähre zum Financial District (in der Ferne sieht man die Freiheitsstatue!) und spazierten zum World Trade Center Memorial. Unglaublich, wie groß das ist – echt krass, wenn man davor steht und all die Namen liest, hat eine ganz eigene Atmosphäre.

Wieder zurück in Manhattan ging’s zum Top of the Rock. Das dauert fast ne Stunde bis man endlich oben ankommt. Es lohnt sich aber so sehr! Mir hatten vorab einige dazu geraten, ja nicht aufs Empire State Building zu fahren – wie Recht sie doch hatten. Auf dem Rockefeller Center gibt’s eine riesige Plattform, auf der sich die Leute gut verteilen. Die Aussicht ist genauso atemberaubend, wie ich sie mir immer vorgestellt hatte: Auf der einen Seite die Skyline mit Blick auf das Empire State Building, auf der anderen der Central Park. Ich liebe sowas ja – gibt mir so ein Gefühl von Freiheit, als könnte man alles schaffen. Ganz NYC hat diesen Vibe, find’ ich. Wir blieben so lange am Top of the Rock, bis die Sonne unterging – even more magical.

New York
Pure magic
New York

Nach erfolgreichem Shopping bei J.Crew (ist praktischerweise im Rockefeller Center) mussten wir uns den berühmten Weihnachtsbaum und restlichen Kitsch mit Engeln und Co geben – herrlich. Nur dachte ich, der Baum wäre noch viel größer bei den Dimensionen in NYC. Danach erholten wir uns erstmal mit einem Rosé in der Bar 54 vom Tag, der höchsten Rooftop Bar am Times Square. Hat echt was, mit nem Gläschen Wein auf New York zu blicken – viel besser kann’s nicht werden.

New York
Christmas-Kitsch at its best

Tag 3: Soho-Vibes und Weihnachtsmarkt-Bummel

Der letzte Tag in NYC begann für uns ganz entspannt mit einem Frühstück im Café Gitane – ein echter Geheimtipp! Bester Avocado-Toast, super leckerer Grapefruit-Saft.

New York

Dann ging’s quer durch Soho, Little Italy und Chinatown. Liegt ja alles praktisch nebeneinander. Ich hab’ mich sofort in Soho verliebt – dort gibt’s die typischen NYC-Häuser und ein cooler Store reiht sich an den nächsten. So mag ich das. Was hab’ ich da natürlich gemacht? Ich war shoppen. Zuerst im Flagship Store von Glossier – every beauty girl’s dream.  Dann bei Madewell – hatte ja noch nicht genug Klamotten gekauft.

New York
Little Italy
New York
Chinatown

Am Nachmittag musste ich mich von Angela verabschieden, die einen früheren Flieger nach Hause hatte. Ich zog nochmal allein los und spazierte über den Weihnachtsmarkt am Bryant Park. Der ist so toll! Lauter schlichte Glas-Häuschen, in denen es die schönsten Sachen zu kaufen gibt. Im Hintergrund spielte Weihnachtsmusik und ich hatte wieder so einen “Oh mein Gott, ich bin zur Weihnachtszeit in NYC und es fühlt sich an wie in der kitschigsten Hollywood-Romcom”-Moment.

New York
Winter Village at Bryant Park
New York

NYC, I love you

Es fiel mir schon etwas schwer, NYC nach so kurzer Zeit zu verlassen. Was hatten wir für eine schöne Zeit! Das war einfach alles auf einmal: Endlich meine Freundinnen wiedersehen, endlich mal NYC erleben und das alles in der kitschigsten Weihnachtskulisse. Und ich muss auch sagen, dass ich mich ein bisschen in NYC verliebt hab’. Auf jeden Fall weiß ich: Ich komme wieder. ⚓

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